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eCommerce

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Reinventing PayPal?

Mit MyBank baut die EBA Clearing eine Lösung für E-Payments auf, die so ziemlich dem PayPal-Modell entspricht aber auf dem SEPA Standard beruht. Liest man sich die Beschreibungen durch, so ist es in der Handhabung für Kunden und Händler ziemlich identisch mit PayPal, man kauft im Online-Shop ein, wählt MyBank als Zahlungsmethode, gibt an mit welcher Bankverbindung man zahlen möchte, meldet sich an, die Rechnungsdaten werden übermittelt, man bestätigt die Zahlung und das Geld wird auf das Konto des Shops überwiesen – dass es sich dabei um eine SEPA Überweisung mit ein paar Besonderheiten handelt, spielt weder für den Händler noch für den Kunden eine große Rolle.

Das ganze wird dennoch als europäische Innovation verkauft, irgendwie funktioniert PayPal ziemlich genauso und ist bereits seit Jahren verfügbar. Gut, PayPal zieht das Geld von einem Konto / einer Kreditkarte ein und gibt es dann weiter, so dass das neue Verfahren vielleicht etwas schneller ist, dafür fehlt aber auch die Möglichkeit von einer Kreditkarte einzuziehen – und wiederkehrende Zahlungen für Abonnements sind auch bei PayPal seit langem möglich.  Ich sehe in dem ganzen keinen großen Vorteil für Kunden oder Händler, dazu der späte Markteintritt, immerhin soll es ja schon Mitte 2012 verfügbar sein.

Warum also das Ganze? Sieht man sich die Gesellschafterstruktur der EBA Clearing an, so findet man die europäischen Großbanken, die über diese neue Plattform ohne Zwischenstation PayPal das E-Payment abwickeln können. Wenn man bedenkt, dass PayPal immer stärker als E-Payment Anbieter in den Markt drängt und auch eine europäische Banklizenz (in Luxemburg) besitzt, so könnte man annehmen, dass dies weniger dem Kundennutzen dienen soll, sondern vielmehr der Ausgrenzung von PayPal aus der Zahlungsabwicklung. In einigen Ländern gibt es bereits Käuferkonten, die sich nur noch wenig von einem normalen Verrechnungskonto unterscheiden – eine echte Konkurrenz für etablierten Institute. Die Reaktion der Banken ist daher verständlich und die Möglichkeit einer weiteren Zahlungsmöglichkeiten ist sicher zu begrüssen, aber eine Innovation ist es nicht – auch wenn es seitens der EU so gesehen wird.

13 Jahre hat es in Europa gedauert, bis man ein PayPal-ähnliches System aufgebaut hat, wenn es denn pünktlich kommt. Ich bin gespannt, wann die ersten Shop tatsächlich MyBank als Zahlungsmethode anbieten werden.

(Bild (c) Gerd Altmann / pixelio.de)

Global(e)shop – Amex vereinfacht das weltweite Einkaufen

(c) Gerd Altmann/pixelio.deFür viele unbemerkt bietet American Express inzwischen in vielen Ländern mit globaleshop.com eine Möglichkeit in den USA oder den UK einzukaufen und dies auch bei Händlern, die im Normalfall keine ausländischen Kunden akzeptieren. Dabei kooperiert Amex in diesen Ländern jeweils mit lokalen Banken. Besonders interessant ist hier auch die Zusammenarbeit in China mit Tenpay, nach Alipay dem zweitgrößten Internetzahlungsabwickler in China, um hier einen besseren Stand im Wachstumsmarkt China zu erreichen.

In Deutschland wird dieser Dienst von American Express noch nicht angeboten.

Zusatzinformationen: Alipay ist eine Tochtergesellschaft von Alibaba, dem führenden Online-Marktplatz in China, eine ähnliche Situation wie bei eBay und PayPal. Analog ist Tenpay der Zahlungsabwickler für Paipai einem weiteren Online-Marktplatz in China, die beide Tochtergesellschaften von Tencent sind.

(Bild: Gerd Altmann/pixelio.de)

eBay übernimmt deutsche BillSAFE

(c) Kurt F. Domnik/pixelio.deWie eBay heute mitgeteilt hat, wurde der deutsche Anbieter für Rechnungs-Clearing BillSAFE vollständig übernommen. PayPal wird damit auch in Deutschland breiter aufgestellt.
BillSAFE bietet Händlern und Kunden einen einfache Möglichkeit im Internet auf Rechnung einzukaufen und hat vorher schon mit PayPal intensiv zusammengearbeitet, jetzt gehört es endgültig zur eBay-Familie.
Quelle: http://www.ebayinc.com/content/press_release/20111222005130

(Bild Kurt F. Domink/pixelio.de)

Online Offline Konvergenz

Ein neuer Trend verstärkt sich immer mehr, die Konvergenz von Internet mit der realen Welt. Mit dem Web 2.0 und den sozialen Netzwerken verstärkt sich der Trend immer mehr. Teilweise liegt die Konvergenz in der Übertragung von Meinungen aus dem Web 2.0 in die reale Welt, teilweise verschmelzen online und real in neuen Diensten – wie z.B. location based services – und teilweise drängen Online-Anbiter in die reale Welt ein. So dringen z.B, Online Anbieter in den stationären Handel ein. Trends dazu sieht man bei z.B. bei Amazon und Paypal. Insbesondere die Anbieter von Zahlungsmethoden stehen hier in den Startlöchern, mit den neuen Smartphones und der Überall-Verfügbarkeit von Internetdiensten sind die klassischen Karten vielleicht bald schon obsolet, aber auch hier gibt es einen Gegentrend: Karten mit eingebautem e-Ink Display, die Einmal-Token generieren und somit Transaktionen im Internet sicherer machen können.

Eine spannende Entwicklung steht uns hier in den nächsten Jahren bevor. Diese Konvergenz begleite ich mit diesem Blog.

 

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